Markt für Medizinische Versorgungszentren


Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sind Einrichtungen für eine fachübergreifende Zusammenarbeit. Sie bergen die Chance für eine verbesserte und koordinierte Patientenversorgung. Die Gründung von MVZs wurde mit der Gesundheitsreform 2004 ermöglicht.

MVZ werden zu einer nachhaltigen Änderung der Tätigkeit von niedergelassenen Ärzten führen. Die Struktur der MVZs sieht vor, dass Ärzte an Stelle einer eigenen Praxis als Angestellte eines MVZ im ambulanten Bereich tätig werden.

In zunehmendem Maße werden MVZs von Krankenhäusern betrieben, die damit ihre ambulanten Leistungen ausbauen und sich gleichzeitig Einweisungen sichern. Auf Grund der höheren Finanzkraft und der häufigen räumlichen Bindung bestehen für Krankenhäuser viele Wettbewerbsvorteile gegenüber den von Ärzten betriebenen MVZs.

Die Zahl der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) ist auch im vierten Quartal 2006 weiter gestiegen. Wie aus einer aktuellen Erhebung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hervorgeht, gab es am 31. Dezember bereits 666 MVZ in Deutschland. Drei Monate zuvor waren es noch 562. Das bedeutet einen Anstieg um fast 20 Prozent. Die meisten dieser Zentren liegen in Bayern, Berlin und Niedersachsen. In den MVZ arbeiten insgesamt 2.624 Ärzte. Das sind über ein Fünftel mehr als im dritten Quartal 2006, als 2.183 Ärzte registriert waren. Von ihnen sind 1.696 - fast zwei Drittel - als Angestellte beschäftigt. Im Durchschnitt arbeiten in einem Zentrum vier Ärzte, darunter vor allem Hausärzte, Internisten und Chirurgen. Fast zwei Drittel sind in reiner Trägerschaft von Vertragsärzten.

Quellen: BMG, KBV


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